Schluss mit Greenwashing: ESMA setzt neue Standards für ESG-Fonds

Zahlen, Daten, Fakten | 18.11.2024

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat neue Leitlinien für Fondsnamen mit nachhaltigkeitsbezogenen Begriffen wie „grün“, „nachhaltig“ oder „ESG“ veröffentlicht. Ziel ist es, Anlegern mehr Klarheit zu bieten und Greenwashing zu verhindern. Diese neuen Vorgaben treten am 21. November 2024 in Kraft, für bestehende Fonds gilt eine Übergangsfrist bis zum 21. Mai 2025.

Mindestinvestitionsquote für nachhaltige Fonds

Kern der neuen ESMA-Leitlinien ist die Mindestinvestitionsquote von 80 %. Fonds, die Begriffe wie „Umwelt“, „Sozial“ oder „Governance“ im Namen führen, müssen mindestens 80 % ihres Vermögens in Anlagen investieren, die ökologische oder soziale Merkmale fördern oder nachhaltige Anlageziele verfolgen. Damit soll sichergestellt werden, dass Anleger in echte nachhaltige Produkte investieren.

Ausschlusskriterien zur Vermeidung von Greenwashing

Zusätzlich müssen Fonds mit ESG-Bezug strenge Ausschlusskriterien beachten. So sind Investitionen in Unternehmen, die in kontroversen Sektoren wie fossile Brennstoffe oder kontroverse Waffen tätig sind, nicht zulässig. Dadurch soll verhindert werden, dass Fonds mit nachhaltiger Ausrichtung in Wirklichkeit klimaschädliche oder ethisch fragwürdige Unternehmen enthalten.

Digitalisierung von Nachhaltigkeits- und Finanzberichterstattung

Neben den neuen Namensvorgaben hat die ESMA eine Konsultation zur Digitalisierung der Nachhaltigkeits- und Finanzberichterstattung gestartet. Diese soll dazu beitragen, ESG-Daten transparenter und vergleichbarer zu machen. Investoren sollen durch verbesserte digitale Standards besseren Zugang zu verifizierten Nachhaltigkeitsinformationen erhalten.

Bedeutung der neuen Regelungen für Anleger

Für Anleger bedeutet dies mehr Sicherheit und Klarheit bei der Wahl nachhaltiger Investments. Dank der neuen ESMA-Vorgaben können sie darauf vertrauen, dass Fonds mit Nachhaltigkeitsbegriffen in der Bezeichnung auch wirklich den ESG-Kriterien entsprechen. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit im Bereich nachhaltiger Geldanlagen.

Fazit: Stärkung des Vertrauens in nachhaltige Fonds

Mit diesen Maßnahmen setzt die ESMA ein klares Zeichen gegen Greenwashing und für mehr Transparenz in der Finanzbranche. Für Anleger, die nachhaltige Investments suchen, ist dies eine positive Entwicklung. Auch bei Greenvest achten wir darauf, dass nachhaltige Fonds höchste Standards erfüllen.

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Quellen: