Artikel 9 Fonds einfach erklärt: Definition, Kriterien & beste Fonds 2026

Aktuelles, Wissen | 01.10.2025

Zuletzt umfassend aktualisiert am 08.09.2026.

1. Einführung: Warum Artikel 9 Fonds eine Schlüsselrolle in der nachhaltigen Geldanlage spielen

Nachhaltige Investitionen haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen — sowohl bei institutionellen als auch privaten Investoren. Der Wunsch, mit Kapital echten Mehrwert zu erzielen (für Umwelt, Gesellschaft) wächst. Doch in einem Meer von ESG-Labels und Marketingbotschaften ist Transparenz entscheidend: Was steckt wirklich hinter dem Nachhaltigkeitsversprechen?

Mit der EU-Offenlegungsverordnung SFDR wurde ein verbindlicher Transparenzrahmen geschaffen, anhand dessen Fonds häufig nach Artikel 6, 8 und 9 unterschieden werden. Artikel-9-Fonds verfolgen nachhaltige Investitionen als ausdrückliches Anlageziel. Die zugrunde liegenden Nachhaltigkeitsziele müssen dabei verbindlich festgelegt und anhand nachvollziehbarer Kriterien messbar gemacht werden. Damit gehören Artikel-9-Fonds nach der derzeit geltenden SFDR zu den Produkten mit den ambitioniertesten Nachhaltigkeitsanforderungen. Sie können Anlegern eine wichtige Orientierung in einem oft unübersichtlichen Markt bieten. Die Einstufung allein ist jedoch kein Nachhaltigkeitssiegel und ersetzt nicht die Prüfung der konkreten Anlagestrategie und Portfoliozusammensetzung.

2. Was sind Artikel 9 Fonds – Definition & Anforderungen

2.1 Rechtlicher Rahmen & Begrifflichkeit

Ein Artikel-9-Fonds (nach SFDR) ist ein Investmentfonds, der ein verbindliches nachhaltiges Anlageziel verfolgt und dieses klar in seinen Anlagebedingungen – beispielsweise im Fondsprospekt – festgeschrieben hat.

Konkret bedeutet das: Das nachhaltige Ziel muss klar definiert, messbar und überprüfbar sein, etwa durch die Reduktion von CO₂-Emissionen, die Förderung erneuerbarer Energien oder den Beitrag zu sozialen Zielen. Nachhaltige Investitionen müssen zu einem Umwelt- oder Sozialziel beitragen, dürfen andere Umwelt- oder Sozialziele nicht erheblich beeinträchtigen und setzen bei den investierten Unternehmen eine verantwortungsvolle Unternehmensführung voraus. Dieses Prinzip wird als „Do No Significant Harm“, kurz DNSH, bezeichnet. Eine vollständige Übereinstimmung sämtlicher Anlagen mit den Vorgaben der EU-Taxonomie ist für einen Artikel-9-Fonds hingegen nicht vorgeschrieben.

Darüber hinaus ist der Fondsanbieter verpflichtet, regelmäßig Offenlegungen vorzunehmen – also Berichte zu veröffentlichen, die aufzeigen, wie erfolgreich die gesteckten Nachhaltigkeitsziele erreicht wurden. Widersprüchliche Investitionen, die diese Ziele unterlaufen könnten, sind dabei ausgeschlossen.

2.2 Abgrenzung gegenüber Artikel 8 und 6

Fonds nach Artikel 6 bewerben keine ökologischen oder sozialen Merkmale und verfolgen kein nachhaltiges Anlageziel im Sinne von Artikel 9. Sie können Nachhaltigkeitsrisiken dennoch bei ihren Anlageentscheidungen berücksichtigen, ohne als nachhaltiges Produkt vermarktet zu werden.

Produkte gemäß Artikel 8 („hellgrün“) bewerben ökologische und/oder soziale Merkmale und berücksichtigen Anforderungen an eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Sie müssen jedoch kein nachhaltiges Anlageziel im Sinne von Artikel 9 verfolgen. Wie umfassend ESG-Kriterien berücksichtigt werden und welcher Anteil des Portfolios aus nachhaltigen Investitionen besteht, kann sich von Fonds zu Fonds deutlich unterscheiden.

Die ambitioniertesten Nachhaltigkeitsanforderungen gelten für Artikel-9-Fonds („dunkelgrün“). Hier steht ein klar definiertes Nachhaltigkeitsziel im Zentrum der Anlagepolitik. Die Investitionen müssen grundsätzlich zu diesem Ziel beitragen, wodurch ein besonders hoher Standard gesetzt wird.

Diese Kategorisierung sorgt für Orientierung und Transparenz. Für Anlegerinnen und Anleger wird so deutlicher, wie stark der Nachhaltigkeitsfokus eines Fonds tatsächlich ausgeprägt ist – vorausgesetzt, die Vorgaben werden von den Anbietern korrekt umgesetzt und streng kontrolliert.

3. Marktzahlen & Trends: Wie stark verbreitet sind Artikel 9 Fonds?

3.1 Deutschland: Gesamtmarkt & Anteil nachhaltiger Anlagen

Ein Blick auf den deutschen Markt verdeutlicht, wie stark nachhaltige Geldanlagen inzwischen etabliert sind. Im Rahmen des FNG-Marktberichts 2026 wurden in Deutschland nachhaltige Geldanlagen in Höhe von insgesamt 598,5 Milliarden Euro erfasst. Davon entfielen 154 Milliarden Euro auf nachhaltige Publikumsfonds; darüber hinaus wurden unter anderem Mandate, Spezialfonds, Eigenanlagen, Kundeneinlagen und selbstverwaltete Vermögen institutioneller Anleger berücksichtigt.

Besonders interessant ist dabei die Struktur: Ausschlusskriterien und die Integration von ESG-Aspekten gehören weiterhin zu den am häufigsten eingesetzten nachhaltigen Anlagestrategien. Innerhalb der vom FNG erfassten nachhaltigen Publikumsfonds waren rund 94 Prozent nach Artikel 8 und 6 Prozent nach Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft. Der Anteil der Artikel-9-Fonds stieg damit gegenüber dem Vorjahr von 5 auf 6 Prozent.

Gerade für Anleger, die sich für Artikel-9-Fonds interessieren, sind diese Daten wichtig: Sie zeigen, dass nachhaltige Geldanlagen längst kein reines Nischenthema mehr sind. Zugleich bilden Artikel-9-Fonds innerhalb der nachhaltigen Publikumsfonds weiterhin eine vergleichsweise kleine Gruppe mit besonders ambitioniertem Nachhaltigkeitsziel.

Quellen: FNG-Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2026

3.2 Anzahl & Volumen von Artikel 9 Fonds in Deutschland

Nach Daten von ScopeExplorer waren zum 28. Februar 2026 in Deutschland 584 Artikel-9-Fonds mit einem verwalteten Vermögen von rund 207 Milliarden Euro zum Vertrieb zugelassen. Im Jahresvergleich gingen sowohl die Anzahl der Fonds als auch das verwaltete Vermögen um rund 7 Prozent zurück.

Besonders auffällig ist die Struktur dieser Produkte: Nach der jüngsten hierzu verfügbaren Detailauswertung von Scope waren mehr als 60 Prozent der Artikel-9-Fonds Aktienfonds. Weitere 28 Prozent entfielen auf Rentenfonds, während lediglich rund 10 Prozent in sonstige Anlageklassen investierten. Im Vergleich zum Vorjahr hatte sich diese Verteilung kaum verändert.

Auch passive ESG-ETFs sind unter den Artikel-9-Produkten vertreten. Ihr Anteil ist gemessen an der Anzahl der Produkte allerdings höher als gemessen am verwalteten Vermögen. Passive ETFs spielen bei Artikel-9-Fonds damit volumenmäßig eine geringere Rolle, als ihre Produktanzahl zunächst vermuten lässt.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass Artikel-9-Fonds im deutschen Fondsmarkt eine relevante Position erreicht haben. Gleichzeitig zeigt der jüngste Rückgang, dass sich das Segment in einer Phase regulatorischer und marktseitiger Veränderungen befindet.

Quelle: copeExplorer; Anzahl und Fondsvolumen: Stand 28. Februar 2026; Aufteilung nach Anlageklassen und ETF-Anteil: Stand 28. Februar 2025

4. Vorteile & Nutzen von Artikel 9 Fonds für Anlegerinnen & Anleger

Artikel-9-Fonds können Anlegerinnen und Anlegern eine besonders nachhaltigkeitsorientierte Form der Geldanlage ermöglichen. Zu ihren wesentlichen Vorteilen gehören:

  • Klare Zielorientierung: Artikel-9-Fonds verfolgen ein ausdrücklich festgelegtes nachhaltiges Anlageziel. Dieses kann beispielsweise die Reduktion von CO₂-Emissionen, den Ausbau erneuerbarer Energien oder einen Beitrag zu sozialen Zielen umfassen.
  • Hohe Transparenz und Überprüfbarkeit: Fondsgesellschaften müssen offenlegen, welches nachhaltige Ziel verfolgt wird, wie dieses erreicht werden soll und anhand welcher Kriterien die Zielerreichung gemessen wird. Das erleichtert eine fundierte Prüfung des Nachhaltigkeitsanspruchs.
  • Gezielter Zugang zu nachhaltigen Zukunftsthemen: Viele Artikel-9-Fonds investieren in Bereiche wie erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Wasser, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Mobilität oder soziale Innovationen.
  • Regelmäßige Nachhaltigkeitsberichterstattung: Anleger erhalten Informationen darüber, wie das Portfolio zusammengesetzt ist und in welchem Umfang die angestrebten ökologischen oder sozialen Ziele erreicht wurden. Je nach Fonds können dazu beispielsweise Angaben zu CO₂-Emissionen, Taxonomiequoten oder Beiträgen zu den UN-Nachhaltigkeitszielen gehören.
  • Orientierung bei der Fondsauswahl: Die Artikel-9-Einstufung kann ein hilfreicher Ausgangspunkt für Anleger sein, die ein konkretes nachhaltiges Anlageziel verfolgen. Sie ersetzt jedoch nicht die Prüfung der tatsächlichen Anlagestrategie, der Ausschlusskriterien, des Portfolios und der Nachhaltigkeitskennzahlen.

 

5. Risiken & Grenzen: Was Anleger wissen sollten

Eine zentrale Grenze bei Artikel-9-Fonds liegt im Interpretationsspielraum: Unterschiedliche Fondsgesellschaften können dieselben regulatorischen Vorgaben unterschiedlich auslegen, etwa bei der Definition von Zielen, dem Investitionsuniversum oder den verwendeten Messmethoden.

Hinzu kommen Mess- und Berichtsprobleme. Die tatsächliche nachhaltige Wirkung – sei sie ökologisch oder sozial – ist häufig schwer exakt zu quantifizieren. Dies gilt besonders über längere Zeiträume hinweg oder bei Investitionen in Unternehmen, deren Wirkung sich erst langfristig entfaltet. Zudem sind die von Fondsgesellschaften verwendeten Nachhaltigkeitskennzahlen und Berechnungsmethoden nicht immer unmittelbar miteinander vergleichbar.

Darüber hinaus gelten für Artikel-9-Fonds dieselben grundsätzlichen Marktrisiken wie für andere Investmentfonds. Die Artikel-9-Einstufung sagt für sich genommen nichts über das Anlagerisiko oder die zu erwartende Wertentwicklung aus. Einige Artikel-9-Fonds konzentrieren sich stark auf bestimmte Zukunftstechnologien, erneuerbare Energien oder kleinere und mittlere Unternehmen. Solche thematisch fokussierten Portfolios können größeren Schwankungen unterliegen als breit diversifizierte Fonds. Andere Artikel-9-Fonds investieren hingegen über verschiedene Branchen, Regionen oder Anlageklassen hinweg.

Ein weiterer Punkt ist der regulatorische Wandel. Die Europäische Kommission hat eine grundlegende Reform der EU-Offenlegungsverordnung vorgeschlagen, durch die das bisherige System perspektivisch durch neue Produktkategorien ersetzt werden könnte. Bis die Reform abschließend beschlossen und umgesetzt ist, gelten die bestehenden SFDR-Regelungen weiter. Fondsgesellschaften können ihre Nachhaltigkeitsstrategie, ihre Offenlegungen oder die Einstufung eines Fonds dennoch an neue regulatorische Anforderungen anpassen.

Nicht zuletzt spielt die Kostenstruktur eine Rolle. Die laufenden Kosten unterscheiden sich abhängig von Fondsart, Anlagestrategie und Managementansatz. Nachhaltigkeitsfonds sind dabei nicht automatisch teurer als vergleichbare konventionelle Fonds. Aktiv gemanagte Fonds können höhere Kosten als passive ETFs aufweisen, bieten dafür jedoch eine laufende Analyse der Unternehmen, eine aktive Portfoliosteuerung sowie die Möglichkeit, auf wirtschaftliche, geopolitische und nachhaltigkeitsbezogene Entwicklungen zu reagieren.

Anleger sollten die Artikel-9-Einstufung daher als wichtigen Ausgangspunkt nutzen, zusätzlich aber die konkrete Anlagestrategie, das Portfolio, die Nachhaltigkeitskennzahlen, die Risiken und die Kosten des jeweiligen Fonds prüfen.

 

6. Praxisstrategien & Ausgestaltungsformen von Artikel 9 Fonds

Ein Blick in typische Strategien zeigt, wie vielseitig Artikel-9-Fonds ausgestaltet sein können:

  • Klima- und Transformationsfonds: Fokus auf Dekarbonisierung, erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder Unternehmen mit glaubwürdigen und messbaren Transformationsstrategien.
  • Themen- und Impact-Fonds: Investitionen in Unternehmen, deren Produkte oder Dienstleistungen zur Lösung ökologischer oder sozialer Herausforderungen beitragen – beispielsweise in den Bereichen sauberes Wasser, nachhaltige Mobilität, Bildung oder Gesundheit.
  • Misch- und Anleihefonds mit nachhaltigem Anlageziel: Kombination verschiedener Anlageklassen wie Aktien, nachhaltige Anleihen und Green Bonds innerhalb einer übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategie.
  • Regionale oder sektorbezogene Strategien: Konzentration auf bestimmte Regionen oder Branchen wie nachhaltige Landwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Umwelttechnologien oder soziale Infrastruktur.
  • Passive Artikel-9-ETFs: Nachbildung eines nachhaltig ausgerichteten Index, dessen Auswahlregeln auf ein konkretes ökologisches oder soziales Ziel ausgerichtet sind. Anleger sollten dabei insbesondere die Indexmethodik, Ausschlusskriterien und tatsächliche Portfoliozusammensetzung prüfen.

Bei der Auswahl lohnt sich ein Blick auf das konkrete nachhaltige Anlageziel, die Portfoliozusammensetzung, Ausschlusskriterien und Nachhaltigkeitskennzahlen wie CO₂-Fußabdruck, Taxonomiequote, Engagement-Aktivitäten oder Beiträge zu den UN-Nachhaltigkeitszielen. Auch die vorvertraglichen SFDR-Informationen und die regelmäßigen Nachhaltigkeitsberichte können helfen, unterschiedliche Artikel-9-Fonds miteinander zu vergleichen.

 

7. Strategische Bedeutung & Perspektive der Artikel 9 Fonds

Artikel-9-Fonds sind inzwischen ein etabliertes, zugleich aber regulatorisch im Wandel befindliches Marktsegment. Veränderungen der EU-Regulierung, die ESMA-Leitlinien für nachhaltigkeitsbezogene Fondsnamen und neue Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung beeinflussen ihre weitere Entwicklung.

Mit der Reform der EU-Offenlegungsverordnung könnte sich die heutige Einordnung nachhaltiger Fonds künftig grundlegend verändern. Der Vorschlag der Europäischen Kommission sieht drei freiwillige Produktkategorien vor: „nachhaltig“, „Transition“ und „ESG Basics“. Bei kategorisierten Produkten sollen grundsätzlich mindestens 70 Prozent des Portfolios die jeweilige Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen. Der Rat der EU hat im Juni 2026 seine Verhandlungsposition beschlossen; das Gesetzgebungsverfahren ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Bis neue Regelungen verabschiedet und anwendbar sind, gelten die bisherigen Vorgaben für Artikel-6-, Artikel-8- und Artikel-9-Fonds weiter.

Die geplante Transition-Kategorie soll stärker berücksichtigen, ob Unternehmen zwar noch nicht nachhaltig wirtschaften, sich aber auf einem glaubwürdigen und messbaren Transformationspfad befinden. Was dieser Ansatz für nachhaltige Geldanlagen bedeutet, welche Chancen und Risiken damit verbunden sind und wie Anleger glaubwürdige Transformationsstrategien erkennen können, erklären wir ausführlich in unserem Leitfaden zum Transition Investing.

Für Anlegerinnen und Anleger mit klaren Nachhaltigkeitszielen können Artikel-9-Fonds weiterhin ein wertvoller Bestandteil eines langfristig ausgerichteten Portfolios sein. Je nach persönlichen Anlagezielen und Risikoprofil lassen sie sich mit breit diversifizierten Artikel-8-Fonds, nachhaltigen ETFs oder Green Bonds kombinieren. Entscheidend bleiben die konkrete Anlagestrategie, eine ausreichende Diversifikation sowie die individuellen Nachhaltigkeitspräferenzen.

 

8. Die besten Artikel 9 Fonds 2026: Auswahl nachhaltiger Fonds

Welche Artikel-9-Fonds zu den besten Produkten für einen Anleger gehören, hängt von dessen Nachhaltigkeitszielen, Anlagehorizont und Risikobereitschaft ab. Die folgende Auswahl bietet eine Orientierung über unterschiedliche Strategien und Themenbereiche.

Berücksichtigt wurden die Artikel-9-Einstufung, die EDA-Nachhaltigkeitskennzahl, die langfristige Wertentwicklung und die Handelbarkeit über Greenvest. Die Wertentwicklungsangaben beziehen sich auf den Stand 30.06.2026 und sind bereits nach Abzug der laufenden Fondskosten ausgewiesen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Fonds mit Klima- und Energiefokus

Robeco Smart Energy D EUR (LU2145461757) – Investiert in Unternehmen, die Lösungen für eine effizientere Energieerzeugung, eine intelligentere Energieverteilung und ein nachhaltigeres Energiemanagement anbieten. EDA-Score: 95 von 100. Wertentwicklung über fünf Jahre: 113,84 %.

Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable Climate AT (LU0275317336) – Investiert weltweit in Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen zur Verringerung von CO₂-Emissionen und zur Bewältigung des Klimawandels beitragen. EDA-Score: 87 von 100. Wertentwicklung über fünf Jahre: 73,70 %.

Pictet – Clean Energy Transition – P EUR (LU0280435388) – Konzentriert sich auf Unternehmen, die von der weltweiten Transformation der Energieerzeugung, -verteilung und -nutzung profitieren können. EDA-Score: 84 von 100. Wertentwicklung über fünf Jahre: 84,80 %.

Templeton Global Climate Change Fund A (acc) EUR (LU0128520375) – Investiert in Lösungsanbieter, Unternehmen im Wandel und resiliente Unternehmen, die zur Abschwächung des Klimawandels oder zur Anpassung an seine Folgen beitragen. EDA-Score: 99 von 100. Wertentwicklung über fünf Jahre: 46,87 %.

Fonds für Kreislaufwirtschaft, Ressourcen und Mobilität

Robeco Circular Economy D EUR (LU2092758726) – Investiert in Unternehmen, die mit kreislauforientierten Geschäftsmodellen, wiederverwendbaren Materialien und effizienterer Ressourcennutzung zur Kreislaufwirtschaft beitragen. EDA-Score: 85 von 100. Wertentwicklung über fünf Jahre: 74,72 %.

Robeco Smart Materials D EUR (LU2145463613) – Konzentriert sich auf innovative Materialien, Ressourceneffizienz, Recycling und Technologien, die für eine nachhaltigere Wirtschaft benötigt werden. EDA-Score: 87 von 100. Wertentwicklung über fünf Jahre: 69,40 %.

Robeco Smart Mobility D EUR (LU2145465402) – Investiert in Unternehmen aus den Bereichen Elektrifizierung, vernetzte Mobilität, autonomes Fahren und intelligente Verkehrsinfrastruktur. EDA-Score: 95 von 100. Wertentwicklung über fünf Jahre: 53,37 %.

Global diversifizierte Artikel-9-Fonds

Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable AT (LU0136171559) – Investiert weltweit in Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen Lösungen für ökologische oder soziale Herausforderungen anbieten. EDA-Score: 81 von 100. Wertentwicklung über fünf Jahre: 71,64 %.

Vontobel Fund – Global Environmental Change AN EUR (LU1683485178) – Investiert weltweit in Unternehmen, die Lösungen für zentrale Umweltprobleme und den Übergang zu einer ressourcenschonenderen Wirtschaft anbieten. EDA-Score: 88 von 100. Wertentwicklung über fünf Jahre: 61,59 %.

Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable Emerging Markets AT (LU0338548034) – Verbindet nachhaltige Anlagekriterien mit den langfristigen Wachstumsperspektiven ausgewählter Schwellenländer. EDA-Score: 84 von 100. Wertentwicklung über fünf Jahre: 43,03 %.

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9. Häufige Fragen zu Artikel-9-Fonds

Was ist ein Artikel-9-Fonds?

Ein Artikel-9-Fonds ist ein Investmentfonds, der nach der EU-Offenlegungsverordnung SFDR ein konkretes nachhaltiges Anlageziel verfolgt. Dieses kann beispielsweise im Klimaschutz, in der Reduktion von CO₂-Emissionen oder in der Förderung sozialer Ziele bestehen. Die Fondsgesellschaft muss offenlegen, wie das Nachhaltigkeitsziel erreicht und anhand welcher Kennzahlen die Zielerreichung überprüft werden soll.

Sind Artikel-9-Fonds wirklich nachhaltig?

Artikel-9-Fonds zählen innerhalb der derzeit geltenden SFDR zu den Fonds mit den ambitioniertesten Anforderungen an ein nachhaltiges Anlageziel. Die Einstufung ist jedoch kein unabhängiges Nachhaltigkeitssiegel und garantiert keine bestimmte realwirtschaftliche Wirkung. Anleger sollten deshalb zusätzlich das konkrete Anlageziel, die Portfoliozusammensetzung, Ausschlusskriterien, Nachhaltigkeitskennzahlen und regelmäßigen Berichte des Fonds prüfen.

Was ist der Unterschied zwischen Artikel 8 und Artikel 9?

Artikel-8-Fonds bewerben ökologische oder soziale Merkmale und berücksichtigen diese in ihrer Anlagestrategie. Artikel-9-Fonds gehen weiter: Sie verfolgen ein ausdrücklich festgelegtes nachhaltiges Anlageziel. Dennoch kann auch ein Artikel-8-Fonds strenge Nachhaltigkeitskriterien anwenden. Für einen fundierten Vergleich sollte daher nicht nur die SFDR-Einstufung, sondern auch die tatsächliche Anlagestrategie betrachtet werden.

Gibt es Artikel-9-ETFs?

Ja, auch ETFs können nach Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft sein. Solche Artikel-9-ETFs bilden üblicherweise einen Index nach, dessen Auswahlregeln auf ein konkretes nachhaltiges Ziel ausgerichtet sind. Anleger sollten insbesondere prüfen, wie der zugrunde liegende Index Unternehmen auswählt, welche Branchen ausgeschlossen werden und welche Unternehmen im ETF tatsächlich enthalten sind.

Gibt es Artikel-9-Rentenfonds?

Ja, neben Aktienfonds und ETFs gibt es auch Artikel-9-Rentenfonds. Sie können beispielsweise in Green Bonds, Social Bonds oder Anleihen von Emittenten investieren, die zu einem festgelegten ökologischen oder sozialen Ziel beitragen. Anleger sollten dabei neben der Nachhaltigkeitsstrategie auch Bonität, Laufzeit, Zinsänderungsrisiken und die Diversifikation des Portfolios berücksichtigen.

Was passiert mit Artikel-9-Fonds durch die SFDR-Reform?

Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, das bisherige System grundlegend zu verändern und drei freiwillige Produktkategorien einzuführen: „nachhaltig“, „Transition“ und „ESG Basics“. Der Rat der EU hat im Juni 2026 seine Verhandlungsposition beschlossen, das Gesetzgebungsverfahren ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Bis neue Vorschriften verabschiedet und anwendbar sind, gelten die bisherigen Regelungen für Artikel-6-, Artikel-8- und Artikel-9-Fonds weiter. Mehr dazu erfahren Sie im Greenvest-Leitfaden zur SFDR-Reform.

 

Fazit: Artikel 9 Fonds als Goldstandard – und wie Greenvest Ihnen hilft

Artikel-9-Fonds zählen nach der derzeit geltenden SFDR zu den Fonds mit den ambitioniertesten regulatorischen Anforderungen an ein nachhaltiges Anlageziel. Sie können Anlegerinnen und Anlegern damit eine wichtige Orientierung bei der nachhaltigen Geldanlage bieten. Die Einstufung allein ist jedoch kein Qualitätssiegel und sagt nicht abschließend aus, wie nachhaltig ein Fonds tatsächlich investiert oder welche realwirtschaftliche Wirkung er erzielt.

Mit dem Greenvest Fondsfinder können Sie gezielt nach Artikel-9-Fonds suchen, Ihre persönlichen Nachhaltigkeitspräferenzen berücksichtigen und passende Produkte miteinander vergleichen. Neben der Artikel-9-Klassifizierung können Sie unter anderem die EDA-Nachhaltigkeitsbewertung, Ausschlusskriterien, Wertentwicklung und Risikoklasse der Fonds prüfen.

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